
Airfryer Test 2025: Stiftung Warentest Testsieger & Kaufberatung
Wer sich für eine Heißluftfritteuse interessiert, stößt schnell auf viele Versprechungen – und auf ebenso viele Warnungen. Dieser Ratgeber zeigt, was die aktuellen Testergebnisse von Stiftung Warentest wirklich sagen, wo die Fallstricke liegen und welche Kaufentscheidung für Ihren Haushalt die richtige ist. Konkrete Testdaten und unabhängige Quellen helfen, das Marketing von der Realität zu trennen.
Funktionsweise: Heißluftzirkulation bis 200 °C ·
Stiftung-Warentest-Urteil: 18 von 42 Geräten überzeugten ·
Empfohlene Größe für 2 Personen: 3–4 Liter Fassungsvermögen ·
Preis-Leistungs-Sieger: Silvercrest SHFD 1400 unter 100 €
Kurzüberblick
- Stiftung Warentest testete 42 Heißluftfritteusen – 18 überzeugten (Stiftung Warentest (Verbraucherorganisation))
- Silvercrest SHFD 1400: Preis-Leistungs-Sieger unter 100 Euro (IMTEST (Testmagazin))
- Ob Airfryer tatsächlich gesünder sind als traditionelle Fritteusen – wissenschaftlich umstritten (Stiftung Warentest (Verbraucherorganisation))
- Langzeit-Haltbarkeit der Antihaftbeschichtung nicht abschließend geklärt (CHIP (Technikportal))
- Stiftung Warentest veröffentlichte Anfang 2025 einen umfassenden Testbericht – mehrere Modelle mit Note „gut“ (Stiftung Warentest (Verbraucherorganisation))
- Hersteller arbeiten an leiseren Lüftern und besserer Energieeffizienz – aber Tests zeigen, dass viele Geräte noch Nachholbedarf haben (Joyn / Stiftung-Warentest-Zusammenfassung (Nachrichtenportal))
Die wichtigsten Eckdaten vorab: Sie zeigen, wie sich ein Airfryer von Backofen und Fritteuse grundsätzlich unterscheidet.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Funktionsprinzip | Heißluftumwälzung |
| Energieverbrauch | ca. 0,8–1,2 kWh pro Stunde |
| Temperaturbereich | 80–200 °C |
| Typisches Gewicht | 4–7 kg |
| Übliches Fassungsvermögen | 3–5 Liter (Einkammer-Geräte) |
| Übliche Leistung | 1400–1800 Watt |
| Betriebslautstärke | ca. 45–55 Dezibel |
| Fettbedarf | 1–2 EL Öl pro Portion |
Was ist ein Airfryer?
Wie funktioniert ein Airfryer?
Ein Airfryer – offiziell Heißluftfritteuse genannt – arbeitet mit einem leistungsstarken Heizlüfter, der heiße Luft mit hoher Geschwindigkeit um das Gargut zirkuliert. Laut Stiftung Warentest garen Airfryer typischerweise schneller und mit weniger Strom als ein herkömmlicher Backofen. Der wichtigste Unterschied zur klassischen Fritteuse: Sie benötigen kaum Öl – ein Esslöffel reicht oft für knusprige Pommes.
Worin unterscheidet sich ein Airfryer von einer herkömmlichen Fritteuse?
- Fettgehalt: Im Airfryer garen Lebensmittel mit 70–80 % weniger Fett (Stiftung Warentest)
- Garzeit: Deutlich kürzer als im Backofen, aber oft länger als in der Fritteuse
- Handhabung: Kein Ölwechsel, einfachere Reinigung (bei Modellen mit Antihaftbeschichtung)
Der Airfryer bedient also ein klares Bedürfnis: knusprige Ergebnisse mit weniger Fett – solange man nicht den Frittiergeschmack einer klassischen Fritteuse erwartet.
Warum warnen Experten vor einer Heißluftfritteuse?
Was ist der Nachteil von Airfryer?
Der häufigste Kritikpunkt: die Betriebslautstärke. CHIP misst bei vielen Modellen Werte um 45–55 Dezibel – vergleichbar mit einem laufenden Kühlschrank (CHIP (Technikportal)). Das kann auf Dauer stören, vor allem in offenen Wohnküchen. Hinzu kommt: Nicht alle Geräte bräunen Pommes gleichmäßig. Joyn / Stiftung-Warentest-Zusammenfassung (Nachrichtenportal) berichtet von teils angebrannten oder blassen Stellen.
Warum ist der Airfryer umstritten?
- Acrylamid: Bei Temperaturen über 180 °C kann sich Acrylamid bilden – ein potenziell krebserregender Stoff. Stiftung Warentest hat die Sicherheit nach DIN EN 60335-1 und DIN EN 60335-2-6 geprüft. Die Belastung ist nicht zwangsläufig niedriger als im Backofen.
- Brandgefahr: Bei unsachgemäßer Nutzung (z. B. zu viel Öl, falsches Papier) kann es zu Rauchentwicklung kommen.
- Begrenzter Garraum: Viele Modelle fassen nur 3–5 Liter – für Familien oft zu klein. Geräte mit zwei Garräumen haben häufig das Problem, dass sich die Temperatur nur für den gesamten Innenraum einstellen lässt.
Der Airfryer verspricht fettarmes Knuspern, aber die Realität sieht oft anders aus: Ungleichmäßige Bräunung und Acrylamidrisiko sind keine Randphänomene. Wer Pommes liebt, sollte die Temperatur auf maximal 180 °C begrenzen und den Korb regelmäßig schütteln.
Die Warnungen relativieren die Werbung: Wer das Gerät als Alltagshelfer nutzt, sollte diese bekannten Schwachstellen bewusst einkalkulieren.
Auf was muss man beim Kauf von einem Airfryer achten?
Wie viel Liter braucht eine Airfryer für 2 Personen?
Für Ein- bis Zweipersonenhaushalte reichen laut CHIP 3–4 Liter Fassungsvermögen. Das entspricht etwa zwei Portionen Pommes oder einem kleinen Hähnchen. Familien oder Paare, die regelmäßig für Gäste kochen, sollten zu 5–6 Litern greifen – oder zu einem Modell mit zwei Garräumen.
Welche Leistung (Watt) ist empfehlenswert?
- Leistung: 1400–1800 Watt sind üblich. Höhere Wattzahlen bedeuten kürzere Aufheizzeiten, aber auch höheren Stromverbrauch.
- Energiekosten: Der Unterschied zwischen sparsamen und stromhungrigen Modellen kann laut Joyn / Stiftung-Warentest-Zusammenfassung (Nachrichtenportal) mehr als das Doppelte betragen.
- Komfortfunktionen: Digitalanzeige und Voreinstellungen erleichtern die Bedienung. WLAN ist selten sinnvoll – die meisten Geräte kommen ohne aus.
- Reinigung: Antihaftbeschichtung und spülmaschinenfeste Körbe sind ein Muss. Manuelle Reinigung ist bei vielen Modellen aufwendig.
Manche Airfryer mit zwei Garräumen benötigen mehr Platz als ein herkömmlicher Backofen. Messen Sie vor dem Kauf die Höhe und Tiefe Ihrer Arbeitsfläche – ein Gerät, das nicht unter den Hängeschrank passt, ist frustrierend.
Das Platzproblem ist damit ein echtes Kaufkriterium – wer es ignoriert, riskiert ein Gerät, das im Alltag im Weg steht.
Welche Airfryer wurden von Stiftung Warentest am besten bewertet?
Welcher Airfryer ist auf Platz 1?
Stiftung Warentest hat 42 Heißluftfritteusen getestet, darunter 22 Einkammer- und 20 Zweikammergeräte. 18 Geräte überzeugten insgesamt. Der konkrete Testsieger wird im Testbericht nicht als einzelnes Modell ausgelobt – die Redaktion bewertet nach Kategorien. Unter den überzeugenden Geräten finden sich Modelle von verschiedenen Herstellern. Den Preis-Leistungs-Sieger – den Silvercrest SHFD 1400 für unter 100 Euro – hat IMTEST ermittelt.
Welchen Airfryer empfiehlt Steffen Henssler?
Der TV-Koch Steffen Henssler hat sich öffentlich für Airfryer ausgesprochen – er empfiehlt sie als „Geheimtipp für knusprige Pommes ohne Fett“. Seine konkrete Markenempfehlung variiert je nach Interview; am häufigsten nennt er Modelle von Philips und Ninja. Eine unabhängige Bestätigung durch Tests liegt für diese persönliche Präferenz nicht vor.
Der praktische Weg: Testtabelle nach Garergebnis und Stromkosten sortieren und dann das preiswerteste gute Gerät wählen.
Welcher Airfryer ist besser, Philips oder Ninja?
Ein pauschaler Markensieger lässt sich aus den öffentlich zugänglichen Testdaten nicht ableiten. Stiftung Warentest hat 42 Geräte geprüft und 18 überzeugend bewertet – darunter Modelle verschiedener Hersteller. Die Note hängt also stärker am konkreten Modell als am Markenlogo.
Sind die Airfryer von Philips gut?
Ob ein bestimmtes Philips-Modell für Sie die richtige Wahl ist, hängt von Faktoren wie Fassungsvermögen, Lautstärke und Handhabung ab. CHIP weist bei mehreren getesteten Geräten darauf hin, dass WLAN selten sinnvoll ist und manche Modelle viel Stellfläche benötigen. Ausschlaggebend ist der Blick auf die vollständige Testtabelle: Ein gutes Garergebnis bei Pommes sagt noch nichts über den Energieverbrauch oder die Lautstärke aus.
Ein Garraum oder zwei? – Der Vergleich
Fünf Kriterien helfen, die richtige Wahl zwischen Einkammer- und Zweikammergeräten zu treffen. Die folgende Tabelle fasst die Testergebnisse von Stiftung Warentest und CHIP zusammen.
| Kriterium | Ein Garraum (3–5 Liter) | Zwei Garräume (je 2–4 Liter) |
|---|---|---|
| Gleichzeitiges Garen | Nur ein Gericht möglich | Zwei Gerichte mit getrennten Temperaturen (teils problematisch – die Temperatur lässt sich laut Joyn / Stiftung-Warentest-Zusammenfassung oft nur für den gesamten Innenraum einstellen) |
| Platzbedarf | Kompakt, passt unter Hängeschrank | Meist größer, benötigt mehr Stellfläche (laut CHIP) |
| Energieverbrauch | ca. 0,8–1,2 kWh/Stunde | Höherer Verbrauch, da beide Kammern beheizt werden |
| Garergebnis Pommes | Gut bis sehr gut (17 von 42 Geräten: „sehr gut“ oder „gut“) | Unterschiedlich – häufig ungleichmäßige Bräunung (laut Joyn / Stiftung-Warentest-Zusammenfassung) |
| Preis | Ab ca. 50 € | Meist 100–200 € |
Zwei Garräume klingen praktisch, aber die fehlende separate Temperaturregelung und der höhere Stromverbrauch machen den Mehrwert oft zunichte. Für die meisten Haushalte ist ein gutes Einkammergerät mit 4–5 Litern die klügere Wahl.
Zwei Garräume lohnen also nur dann, wenn das parallele Garen im Alltag wirklich regelmäßig gebraucht wird – andernfalls überwiegen Mehrkosten und Platzbedarf.
Was darf man nicht in den Airfryer machen?
- Flüssige Teige (z. B. Pfannkuchenteig): Sie laufen durch den Korb und verursachen eine Sauerei. Besser: backfeste Formen verwenden.
- Papier oder Pappe ohne Beschwerung: Der starke Luftstrom kann loses Backpapier ans Heizelement blasen – Brandgefahr!
- Extrem fettige Lebensmittel: Fett kann spritzen und Rauch verursachen. Maximal 1–2 EL Öl pro Portion.
- Loses Popcorn: Die Körner werden nicht gleichmäßig erhitzt und verbrennen oft.
- Lebensmittel in Plastikbehältern: Schmilzt bei den hohen Temperaturen sofort.
Wer diese Grenzen kennt, nutzt das Gerät nicht nur sicherer, sondern in der Regel auch deutlich länger.
- Fettarmes Garen mit 70–80 % weniger Fett als in der Fritteuse
- Schneller als ein herkömmlicher Backofen
- In der Regel sparsamer im Stromverbrauch (20–40 % Ersparnis)
- Einfache Reinigung bei Modellen mit Antihaftbeschichtung
- Betriebslautstärke von 45–55 Dezibel
- Ungleichmäßige Bräunung bei manchen Geräten
- Begrenzter Garraum von oft nur 3–5 Litern
- Acrylamidrisiko bei Temperaturen über 180 °C
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Häufig gestellte Fragen
Wie reinigt man einen Airfryer richtig?
Die meisten Körbe sind spülmaschinenfest (CHIP (Technikportal)). Heizelement und Gehäuse mit feuchtem Tuch abwischen, nie unter Wasser tauchen.
Kann man im Airfryer Backwaren zubereiten?
Ja, aber nicht jedes Modell gelingt gleich gut – Brötchen und Kuchen backen laut Joyn / Stiftung-Warentest-Zusammenfassung nicht immer gleichmäßig. Empfehlung: Silikonformen verwenden.
Ist ein Airfryer energiesparender als ein Backofen?
Ja, in der Regel schon – die Heizzeit ist kürzer und das Volumen kleiner. Einsparungen von 20–40 % sind möglich (Stiftung Warentest).
Welche Sicherheitsabstände sind beim Aufstellen zu beachten?
Mindestens 10 cm Abstand zu Wänden und anderen Geräten, damit die Luft zirkulieren kann. Nie unter Hängeschränke mit empfindlichen Oberflächen stellen.
Gibt es Airfryer mit zwei Körben?
Ja – Zweikammergeräte sind im Trend. Stiftung Warentest testete 20 Modelle mit zwei Garräumen. Vorteil: zwei Gerichte parallel. Nachteil: oft nur eine Temperatur für beide Kammern.
Wie lange hält ein Airfryer im Durchschnitt?
Bei guter Pflege 3–5 Jahre. Die Antihaftbeschichtung kann mit der Zeit abblättern – dann sollte man das Gerät austauschen (CHIP).
Die Antworten zeigen: Die meisten Bedenken lassen sich mit klaren Regeln und einem passenden Modell entkräften.
„Airfryer sind eine sinnvolle Ergänzung für die Küche, aber kein vollwertiger Ersatz für eine Fritteuse oder einen Backofen.“
– Stiftung Warentest (Verbraucherorganisation)
„Der Airfryer ist mein Geheimtipp für knusprige Pommes ohne Fett – aber man muss die Garzeit genau im Auge behalten.“
– Steffen Henssler, TV-Koch
Für Käufer in Deutschland ist die Entscheidung klarer, als die Werbung glauben macht: Wer auf fettarmes Garen Wert legt, findet im Airfryer einen guten Küchenhelfer – aber nur, wenn er die Grenzen des Geräts akzeptiert. Für Familien mit vier oder mehr Personen ist ein Einkammergerät mit 5 Litern oder ein Zweikammergerät die bessere Investition, sofern die Stellfläche reicht. Andernfalls bleibt der herkömmliche Backofen die flexiblere Wahl.