
Unwetter Italien Kroatien Griechenland: Lage & Warnungen
Wer dieser Tage seinen Urlaub in Italien, Kroatien oder Griechenland verbringt, erlebt das Mittelmeer von seiner wildesten Seite: Ein Tiefdruckgebiet zieht über Südeuropa und hinterlässt überschwemmte Küstenorte, zerstörte Campingplätze und Schlammlawinen, die ganze Dörfer von der Außenwelt abschneiden. In allen drei Ländern gilt vielerorts die höchste Warnstufe Rot, und die Bilder aus den betroffenen Regionen zeigen binnen Minuten überflutete Straßen.
Höchste Warnstufe: Rot in mehreren Regionen ·
Betroffene Länder: Italien, Kroatien, Griechenland ·
Böenspitzen: bis 175 km/h an der kroatischen Küste ·
Datum der Unwetterserie: 28. September 2025 (letzte schwere Welle) ·
Extrem-Regen: bis zu 200 mm in Süditalien
Kurzüberblick
- Höchste Warnstufe Rot in Italien, Kroatien und Griechenland ausgerufen (Joyn Newstime)
- Böen bis 175 km/h im Velebit-Kanal (Kroatien) gemessen (Joyn Newstime)
- Bis zu 200 mm Regen in Süditalien innerhalb weniger Stunden (BKZ)
- Genaues Ausmaß der Schäden in abgelegenen Dörfern
- Ob neue Tiefs in den kommenden Tagen folgen
- Keine offizielle Gesamtzahl betroffener Touristen
- 28. September 2025: Extrem-Regen und Überschwemmungen in allen drei Ländern
- 30. September 2025: Schlammlawine in den Marken (Italien), Dorf verschüttet
- Wetter bleibt instabil – lokale Behörden raten zu erhöhter Vorsicht
- Reisende sollten aktuelle Warnstufen der Zivilschutzbehörden verfolgen
Sechs Fakten zur aktuellen Unwetterlage – zusammengestellt aus Meldungen von Wetterdiensten und Behörden. Die Tabelle zeigt die zentralen Kennzahlen auf einen Blick.
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Höchste Warnstufe | Rot (Italien, Kroatien, Griechenland) |
| Letzte schwere Welle | 28. September 2025 |
| Maximale Böen | 175 km/h (Velebit-Kanal, Kroatien) |
| Todesfälle (geschätzt) | 3 (Stand 30.09.2025, lt. lokalen Medien) |
| Evakuierte Touristen | Mehrere hundert in Kroatien und Italien |
| Quellen | wetter.de, t-online, lokale Zivilschutzbehörden |
Welche Regionen sind in Italien vom Unwetter betroffen?
Gardasee und Norditalien
- Der Gardasee wurde von den Unwettern direkt getroffen: entlang der Ufer kam es zu Überschwemmungen und Schäden an Promenaden und Campingplätzen.
- Die Region um den See erlebte innerhalb kurzer Zeit heftige Regenfälle, die die Pegelstände rapide ansteigen ließen.
Besonders die Gemeinden Malcesine und Limone sul Garda meldeten überflutete Uferstraßen und vollgelaufene Keller. Der Wetterdienst wetter.de (amtlicher Wetterdienst) ordnete für die Region zeitweise die Warnstufe Orange, in angrenzenden Gebieten sogar Rot.
Urlauber am Gardasee müssen mit kurzfristigen Straßensperrungen rechnen – die Uferpromenaden sind bei Starkregen besonders schnell überflutet.
Schlammlawinen in Mittel- und Süditalien
- In Mittelitalien, insbesondere in den Regionen Marken und Umbrien, lösten die Regenmassen Schlammlawinen aus.
- Mehrere Dörfer wurden von der Außenwelt abgeschnitten, die Behörden riefen den Notstand aus.
Am 30. September 2025 verschüttete eine Schlammlawine ein Dorf in den Marken komplett – Rettungskräfte suchten stundenlang nach Verschütteten. Der italienische Zivilschutz Protezione Civile forderte die Bewohner auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Laut BKZ (regionale Tageszeitung) wurden innerhalb von 20 bis 90 Minuten über 50 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen – eine Menge, die das Abwassersystem vielerorts überlastete.
Die Konsequenz: Wer nach Apulien oder Kalabrien reist, sollte sich auf lokale Überschwemmungen und gesperrte Küstenstraßen einstellen – insbesondere die SS16 und die Küstenstraßen um Otranto sind bei Starkregen schnell unpassierbar.
Überschwemmungen an der Adriaküste
- Die Regionen Kalabrien, Apulien und Sizilien meldeten schwere Überschwemmungen und Sturmschäden.
- In Bari und Brindisi standen ganze Stadtviertel unter Wasser, der Hafenbetrieb wurde zeitweise eingestellt.
In Süditalien fielen bis zu 200 mm Regen innerhalb weniger Stunden – das entspricht der Menge eines ganzen Herbstmonats. Die Wetterexperten von wetter.de (Wetterdienstportal) bezeichneten die Regenintensität als „extrem” und warnten vor Erdrutschen in den Küstenbergen Apuliens.
Wo war das Unwetter in Griechenland?
Kreta
- Die Nordküste Kretas wurde von heftigen Regenfällen und Gewittern getroffen.
- In der Hafenstadt Chania fielen innerhalb von drei Stunden rund 80 mm Regen.
Besonders betroffen waren die Gemeinden um Chania und Rethymno, wo die Wassermassen Autos mitrissen und zahlreiche Keller vollliefen. Die griechischen Behörden riefen für die Nordküste Kretas die Warnstufe Orange aus. Der Wetterdienstbericht des BKZ (regionale Nachrichtenquelle) nennt die Region Ionische Inseln, West Sterea und West-Peloponnes als Gebiete mit der höchsten Warnstufe Rot – für Kreta galt eine Stufe darunter, aber die Regenintensität war dennoch gefährlich hoch.
Peloponnes und Westgriechenland
- Auf dem Peloponnes und den westgriechischen Inseln kam es zu großflächigen Überflutungen.
- Die Warnstufe Rot galt für die Ionischen Inseln Lefkada, Kefallonia und Zakynthos sowie den Norden des Peloponnes.
Laut BKZ (regionale Tageszeitung) wurden auf den Ionischen Inseln besonders kritische Bedingungen erwartet – die Behörden warnten vor heftigen Überschwemmungen und Erdrutschen. Auf Zakynthos mussten mehrere Hotels evakuiert werden, nachdem die Regenmassen die Straßen innerhalb von 30 Minuten in reißende Bäche verwandelt hatten.
Saharastaub verstärkt die Wetterextreme
- In der Luft über Griechenland wurde erhöhte Konzentration von Saharastaub nachgewiesen.
- Der Staub sorgt für sogenannten Schlammregen und schränkt die Sicht ein.
Saharastaub ist in Südeuropa kein seltenes Phänomen – doch in Kombination mit den extremen Regenfällen verstärkt er die Auswirkungen: Die Staubpartikel wirken als Kondensationskerne und können die Niederschlagsintensität zusätzlich erhöhen. Die Wetterexperten von wetter.de (Wetterdienstportal) bestätigen, dass auf den westgriechischen Inseln südlich von Korfu sehr schnelle Starkregenereignisse zu erwarten sind, die durch den Saharastaub noch begünstigt werden.
Der Zusammenhang: Für Reisende bedeutet Schlammregen vor allem verschmutzte Oberflächen und eingeschränkte Sicht im Straßenverkehr – aber die eigentliche Gefahr bleibt die schiere Wassermenge, die in kurzer Zeit fällt.
Welche Gebiete in Kroatien sind von den aktuellen Unwettern betroffen?
Küste von Istrien bis Dalmatien
- Die gesamte dalmatinische Küste, insbesondere die Regionen Zadar und Šibenik, erlebte schwere Gewitter.
- In Istrien sorgten Starkregen für überflutete Straßen in Pula und Rovinj.
Die kroatische Küste wurde von einer Unwetterserie getroffen, die von Istrien im Norden bis nach Dalmatien im Süden reichte. Nach Angaben der Joyn Newstime (Nachrichtenportal) wurde die Lage als Gefahr für Mensch, Verkehr und Infrastruktur eingestuft. Die Behörden riefen für mehrere Küstenabschnitte die höchste Warnstufe Rot aus.
Velebit-Kanal und Bora-Wind
- Im Velebit-Kanal wurden Böen von bis zu 175 km/h gemessen – ein Wert, der orkanartigen Sturm bedeutet.
- Der Bora-Wind erreichte in den Kammlagen des Velebit-Gebirges Spitzenwerte, die Bäume entwurzelten.
Die Bora ist ein typischer Fallwind an der kroatischen Küste, der im Herbst besonders stark auftreten kann. Die gemessenen 175 km/h liegen weit über der Orkan-Schwelle von 118 km/h. Die Wetterexperten von wetter.de (Wetterdienstportal) betonen, dass diese Windgeschwindigkeiten für die Region extrem sind und vor allem für Campingplätze entlang der Küste eine akute Gefahr darstellen.
Campingplätze und touristische Einrichtungen
- Mehrere Campingplätze mussten geräumt werden – Bilder zeigen zerstörte Zelte und umgestürzte Wohnmobile.
- Die kroatischen Behörden richteten Notunterkünfte für gestrandete Touristen ein.
Besonders hart traf es die Campingplätze an der Küste um Zadar und auf der Insel Pag. Ein Tourist berichtete, der Campingplatz habe innerhalb von Minuten unter Wasser gestanden, Zelte seien weggeschwemmt worden. Die kroatische Küstenwache evakuierte mehrere hundert Urlauber in sicherere Unterkünfte. Laut Joyn Newstime (Nachrichtenportal) nannten die Behörden die Schäden an der touristischen Infrastruktur „erheblich”.
Die Lehre: Camping an der kroatischen Küste ist in der Herbstsaison mit erheblichen Risiken verbunden – die Bora kann innerhalb weniger Minuten jede Zeltkonstruktion zerstören. Wer im September oder Oktober reist, sollte auf feste Unterkünfte setzen.
Ist es derzeit unsicher, nach Griechenland zu reisen?
Aktuelle Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes
- Das Auswärtige Amt gibt keine pauschale Reisewarnung für Griechenland heraus.
- Es weist jedoch auf regionale Unwetter hin und empfiehlt, die lokalen Warnungen zu verfolgen.
Stand Ende September 2025 gilt für Griechenland keine Reisewarnung der Stufe Rot oder Orange – aber die Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes verweisen auf die aktuellen Unwetter und die damit verbundenen Gefahren wie Überschwemmungen und Erdrutsche. Die griechischen Behörden (Zivilschutz, wie vom BKZ zitiert) selbst haben für die Ionischen Inseln und den West-Peloponnes die höchste Warnstufe Rot ausgerufen – das ist ein klares Signal, dass in diesen Regionen äußerst gefährliche Bedingungen herrschen.
Lokale Gefahren wie Überschwemmungen und Erdrutsche
- In betroffenen Gebieten kann es zu Straßensperrungen und Stromausfällen kommen.
- Erdrutsche gefährden vor allem Küstenstraßen in bergigen Regionen.
Wer nach Griechenland reist, sollte sich vor Ort über die aktuellen Warnstufen informieren. Die Warnstufe Rot bedeutet nach Definition des griechischen Wetterdienstes, dass „extrem gefährliche Wetterbedingungen” mit Lebensgefahr verbunden sind – das gilt auf den Ionischen Inseln, in West Sterea und im West-Peloponnes, wie der Wetterdienstbericht des BKZ (regionale Tageszeitung) bestätigt.
Tipps für sichere Reisen während der Unwettersaison
- Flexible Buchungen bevorzugen und kostenlose Stornierungsoptionen prüfen.
- Lokale Wetter-Apps wie Meteo.gr oder den DWD-Warnwetter nutzen.
- Bei Unwetterwarnung: In geschlossenen Räumen bleiben und Überflutungsgebiete meiden.
Die Unwettersaison im Mittelmeerraum erstreckt sich vor allem auf September, Oktober sowie März und April. Wer in diesen Monaten reist, sollte seine Unterkunft mit kostenloser Stornierung buchen und die Wettervorhersage täglich prüfen.
Die Warnstufen der Länder sind nicht identisch: In Griechenland bedeutet „Rot” Lebensgefahr durch Überflutungen, in Italien warnt der Zivilschutz mit Rot vor Erdrutschen und in Kroatien steht Rot vor allem für orkanartigen Bora-Wind. Reisende sollten immer die lokale Definition der Warnstufe kennen.
Wann sollte man eine Reise nach Italien vermeiden?
Hauptunwettersaison in Italien (Herbst und Frühjahr)
- Die höchste Unwetterwahrscheinlichkeit in Italien besteht im September/Oktober sowie im März/April.
- In diesen Monaten treffen feuchte Mittelmeerluft und kühle Atlantikluft aufeinander – die klassische Zutat für Starkregen.
Die Statistik der italienischen Zivilschutzbehörde Protezione Civile zeigt, dass die meisten Unwetterereignisse in den Übergangsmonaten auftreten. Für Süditalien und die Adriaküste ist der Herbst die kritischste Zeit, während der Norden – insbesondere die Alpenregion – im Frühjahr häufiger betroffen ist. Die Wetterexperten von wetter.de (Wetterdienstportal) bestätigen, dass Kalabrien und Apulien in diesen Monaten besonders anfällig für kräftige Regengüsse und Gewitter sind.
Touristenmassen vs. Wetterrisiken
- In den Sommermonaten Juli und August sind Unwetter seltener, dafür ist der Andrang an den Küsten enorm.
- Die Preise für Unterkünfte sind in der Hochsaison 30 bis 50 Prozent höher als in der Nebensaison.
Der Trade-off ist offensichtlich: Wer im Hochsommer reist, hat fast garantiert stabiles Wetter – aber auch überfüllte Strände, Staus auf den Küstenstraßen und hohe Preise. Wer die Nebensaison wählt, spart Geld und hat mehr Ruhe, muss aber mit Unwettern rechnen.
Empfehlungen für Reisezeiträume
- Eine Reise im Mai oder Juni bietet gutes Wetter und weniger Touristen – Unwetter sind dann meist schwächer.
- Der September ist wettermäßig noch gut, aber das Unwetterrisiko steigt ab Mitte des Monats deutlich an.
Für eine Italien-Reise mit minimalem Unwetterrisiko sind Mai und Juni die besten Monate. Die Wassertemperaturen sind bereits angenehm, die Strände sind noch nicht überfüllt und die Gewittergefahr ist deutlich geringer als im Herbst. Wer im September reisen möchte, sollte die erste Septemberhälfte bevorzugen und in der zweiten Monatshälfte flexible Buchungen wählen.
Das optimale Fenster: Wer sowohl gutes Wetter als auch moderate Preise sucht, liegt mit einer Reise zwischen Mitte Mai und Ende Juni richtig – dann sind die Unwetter selten und die Touristenzahlen noch überschaubar.
Zeitleiste der Unwetterereignisse
- 27. September 2025: Unwetterwarnung für Italien, Kroatien und Griechenland – Warnstufe Rot in Teilen aller drei Länder.
- 28. September 2025: Extrem-Regen und Überschwemmungen in Süditalien, Kroatien und Griechenland. Erste Evakuierungen auf Campingplätzen.
- 30. September 2025: Schlammlawine in den Marken (Italien) verschüttet ein Dorf – Rettungskräfte im Einsatz.
- 03. April 2026: Oster-Unwetter mit Starkregen und Sturm in der Adria-Region – erneute Warnstufe Rot.
Die Serie der schweren Unwetter zeigt ein Muster: Im Herbst treffen feuchte Mittelmeertiefs auf kalte Luftmassen aus Nordeuropa, was in Süditalien, an der kroatischen Küste und in Westgriechenland immer wieder zu extremen Niederschlägen führt. Die Berichterstattung von Joyn Newstime (Nachrichtenportal) ordnet die aktuelle Welle als eine der schwersten der letzten Jahre ein, auch wenn die genauen Schadenssummen noch nicht vorliegen.
Bestätigte Fakten und was unklar bleibt
Bestätigte Fakten
- Die Unwetter haben in allen drei Ländern Schäden verursacht – von überschwemmten Straßen bis zu zerstörten Campingplätzen.
- Die Warnstufe Rot wurde in mehreren Provinzen Italiens, Kroatiens und Griechenlands ausgerufen (Joyn Newstime).
- Der Gardasee war von Überschwemmungen betroffen, die Uferpromenaden wurden unterspült.
- Saharastaub ist in der Atmosphäre über Griechenland nachgewiesen und verstärkt die Niederschläge (wetter.de).
- In Kroatien wurden Böen von bis zu 175 km/h gemessen – Orkanstärke.
Was unklar ist
- Das genaue Ausmaß der Schäden in abgelegenen Dörfern – viele Orte sind noch nicht erreichbar.
- Ob die Unwetterserie in den nächsten Tagen abflaut oder neue Tiefs folgen.
- Die genaue Zahl der betroffenen Touristen – es gibt keine offizielle Gesamtzahl aus allen drei Ländern.
- Ob die Oster-Unwetter im April 2026 eine ähnliche Intensität erreichen werden.
Stimmen aus den betroffenen Regionen
„Es werden extreme Regenmengen erwartet, die zu Überschwemmungen führen können.”
– Wetterdienst wetter.de (Wetterdienstportal)
„Die Bewohner mehrerer Gemeinden wurden aufgefordert, ihre Häuser nicht zu verlassen.”
– Italienischer Zivilschutz (Protezione Civile Italiana)
„Der Campingplatz stand innerhalb von Minuten unter Wasser, wir mussten flüchten.”
– Tourist aus Kroatien (Augenzeuge vor Ort)
Die Aussagen der Betroffenen und der offiziellen Stellen zeichnen ein einheitliches Bild: Die Unwetter kamen schnell und heftig. Der Zivilschutz der drei Länder arbeitet nach Angaben der lokalen Behörden koordiniert, um Touristen und Einwohner in Sicherheit zu bringen.
Verwandte Beiträge: Lovran Reiseführer 2025: Sehenswürdigkeiten, Strand & Spargelfest · Insel Rab: Tipps, Strände & Fähre 2026 | Reiseführer
Besonders betroffen sind Urlaubsregionen wie Korfu, wo es bereits zu Erdrutschen und Überschwemmungen kam, wie ein aktueller Bericht über schweren Unwettern auf Korfu zeigt.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauern die Unwetter voraussichtlich an?
Die aktuelle Unwetterserie wird nach Prognosen der Wetterdienste bis mindestens Anfang Oktober 2025 andauern. Die Behörden rechnen mit weiteren Starkregenfällen, insbesondere in Süditalien und Westgriechenland.
Gibt es Stromausfälle in den betroffenen Urlaubsgebieten?
Ja, in einigen Regionen Kroatiens und Italiens kam es zu temporären Stromausfällen. Besonders betroffen waren ländliche Gebiete in Dalmatien und den Marken. Die Netzbetreiber arbeiten an der Wiederherstellung.
Sind Flughäfen in Italien, Kroatien oder Griechenland betroffen?
Größere Flughäfen wie Rom Fiumicino, Venedig Marco Polo oder Athen Eleftherios Venizelos waren nicht von Schließungen betroffen. Kleinere Regionalflughäfen wie Brindisi oder Kreta Chania meldeten vereinzelte Verspätungen.
Welche Warnstufen gibt es und was bedeuten sie?
In Italien und Griechenland gilt ein dreistufiges Warnsystem: Gelb (aufmerksam), Orange (vorsichtig), Rot (akute Lebensgefahr). In Kroatien wird zusätzlich der Bora-Wind-Index verwendet. Stufe Rot bedeutet in allen drei Ländern: extreme Gefahr durch Überflutungen oder Orkanböen.
Wie kann ich mich während einer Reise über aktuelle Unwetter informieren?
Empfehlenswert sind die offiziellen Warn-Apps der Länder: in Italien die App der Protezione Civile, in Kroatien die App DHMZ und in Griechenland Meteo.gr. Das Auswärtige Amt bietet zudem einen RSS-Feed mit Sicherheitshinweisen.
Sind Campingplätze besonders gefährdet?
Ja, Campingplätze an der Küste sind durch Sturmfluten und Orkanböen besonders gefährdet. In Kroatien wurden mehrere Plätze geräumt, weil die Bora die Zelte zerstörte. Eine Vollkasko-Schutzbrief wird für Campingausrüstung dringend empfohlen.
Können Flüge wegen der Unwetter gestrichen werden?
Ja, bei Orkanböen über 120 km/h und Starkregen mit Überschwemmungen auf dem Rollfeld können Flüge gestrichen oder umgeleitet werden. Dies betraf vereinzelt Verbindungen nach Zadar, Split und Kreta Chania. Reisende sollten ihre Fluggesellschaft vor Abflug kontaktieren.
Die Unwetterserie im Mittelmeerraum ist kein Einzelfall, sondern Teil eines Musters, das sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Die Regenmengen, die innerhalb weniger Stunden fallen, entsprechen zunehmend dem, was Wetterdienste als „Jahrhundertereignisse” bezeichnen. Für Urlauber, die zwischen September und Oktober eine Reise nach Italien, Kroatien oder Griechenland planen, ist die Botschaft klar: Flexibilität bei Buchungen und die tägliche Überprüfung der lokalen Warnstufen sind kein Luxus, sondern die Mindestausstattung für einen sicheren Urlaub.