Manche Wochentage haben einen schlechten Ruf – der Montag trägt die Hauptlast davon. Dabei steckt in seinem Namen eine kleine Kulturgeschichte: Er geht auf das althochdeutsche mânatag zurück und bedeutet wörtlich „Tag des Mondes“ (An Etymological Dictionary of the German Language). Wer diese Herkunft kennt, versteht plötzlich, warum „Montag“ groß, „montags“ aber klein geschrieben wird – und warum das Englische von Monday spricht.

Position in der Woche (ISO 8601): 1 · Etymologische Bedeutung: „Tag des Mondes“ · Großschreibung als Nomen: der Montag · Kleinschreibung als Adverb: montags · Englische Übersetzung: Monday

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Wie weit die Wortform in anderen germanischen Dialekten zurückreicht, ist nicht lückenlos dokumentiert.
  • Bei „morgen um 10 Uhr“ entscheidet der Kontext, ob „morgen“ als Nomen oder als Adverb zu lesen ist.
  • Die Herkunft des „blauen Montag“ bleibt spekulativ.
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Wer den Wochentag als Nomen meint, schreibt groß: am Montag.
  • Wer die Wiederholung meint, schreibt klein: montags.
  • Dieselbe Unterscheidung gilt für dienstags, mittwochs, freitags und nachmittags.

Sechs Zeilen, ein Muster: Herkunft, Form und Schreibung des Montags folgen einer einzigen Leitlinie – dem Mond und der Wortart.

Aspekt Detail
Stellung in der Woche Nummer 1 nach ISO 8601; im Alltag meist erster Arbeitstag (DWDS – Digitales Wörterbuch)
Etymologische Bedeutung „Tag des Mondes“, Lehnübersetzung von lateinisch dies Lunae (onomastik.com – Fachportal für Namenforschung)
Althochdeutsche Form mânatag (An Etymological Dictionary of the German Language)
Mittelhochdeutsche Formen mântac, später môntac (Fachportal für Namenforschung)
Englische Entsprechung Monday, aus altenglisch Mon(an)daeg („Mondtag“) (EF English Live)
Wortart und Schreibung Nomen: der Montag (groß); Adverb: montags (klein)

Warum heißt es Montag?

Die kurze Antwort steckt im Wort selbst: Montag bedeutet „Tag des Mondes“. Der Name gehört zu einer ganzen Reihe von Wochentagen, die aus dem lateinischen Kalender übersetzt wurden.

Die etymologische Herkunft des Wortes Montag

  • Althochdeutsch: mânatag
  • Mittelhochdeutsch: mântac, später môntac
  • Neuhochdeutsch: Montag

Die lautliche Entwicklung ist in den Quellen gut dokumentiert. Aus mânatag wird im Mittelhochdeutschen mântac, später môntac, und im Frühneuhochdeutschen setzt sich schließlich die heutige Form Montag durch. Dabei bleibt der Mondbestandteil über alle Stufen erkennbar – die zweite Silbe verschliff dagegen vom althochdeutschen -tag über -tac bis zurück zu -tag.

Verbindung zum Mond und anderen Sprachen

  • lateinisch dies Lunae – „Tag der Mondgöttin Luna“
  • griechisch hēméra Selḗnēs als Vorbild des lateinischen Ausdrucks
  • germanische Lehnübersetzung: deutsch Montag, englisch Monday

Die germanischen Sprachen übernahmen den römischen Wochenrhythmus, übersetzten die Namen aber: Lateinisch dies Lunae, wörtlich „Tag der Mondgöttin Luna“, wurde zum germanischen Mondtag – auf Deutsch Montag, auf Englisch Monday. Das Fachportal für Namenforschung zeigt, dass diese Lehnübersetzung nicht auf den Montag beschränkt ist, sondern die gesamte Wochentagsreihe betrifft (Fachportal für Namenforschung).

Eine sprachliche Sondergeschichte erzählt der „blaue Montag“. Umgangssprachlich meint er einen Montag, an dem jemand ohne triftigen Grund nicht zur Arbeit geht. Der Ausdruck dürfte ursprünglich den Montag vor Beginn der Fastenzeit bezeichnet haben; die liturgische Farbe Blau spielte dabei vermutlich eine Rolle (Duden – Rechtschreibwörterbuch).

Der Witz der Sprachgeschichte

Ausgerechnet der meistverfluchte Tag der Woche bewahrt einen Himmelskörper im Namen: Der Mond regiert den Montag – hier wie im englischen Monday. Und der „blaue Montag“ beweist, dass sich die Ausrede fürs Nichtstun schon früh im Namen eingenistet hat.

Fazit: Was das bedeutet: Montag hat weder mit „montieren“ noch mit „Monotonie“ zu tun. Der Name konserviert eine antike Himmelsverehrung, die über das Griechische und Lateinische den Weg in den germanischen Kalender fand.

Ist Montag auf Englisch?

Montag heißt auf Englisch Monday – ein Name, der dieselbe Mond-Geschichte erzählt wie das deutsche Vorbild.

Übersetzung des Wochentags ins Englische

  • Deutsch: Montag
  • Englisch: Monday
  • Altenglisch: Mon(an)daeg – „Mondtag“

Monday ist die direkte englische Entsprechung von Montag. Das Sprachlernportal EF English Live führt den Namen auf das altenglische Mon(an)daeg zurück und übersetzt ihn wörtlich als „Mondtag“ (EF English Live). Wer also wissen will, was Montag bedeutet, bekommt von der englischen Form die gleiche Antwort: Es ist der Tag des Mondes.

Aussprache und Schreibweise von Monday

  • Monday betont die erste Silbe – genau wie Montag.
  • Wochentage werden im Englischen wie im Deutschen großgeschrieben.

Wer Monday schreibt, schreibt einen Eigennamen: Im Englischen stehen alle Wochentage mit großem Anfangsbuchstaben. Die Aussprache klingt auf Deutsch ungefähr wie „Mandei“; wer Montag sagt, hat die Betonung also schon richtig – beide Namen beginnen mit der betonten ersten Silbe.

Was das für den Alltag heißt

Wer Termine auf Englisch koordiniert, tippt nicht „Montag“, sondern Monday – und zwar immer groß. Das englische -day entspricht dem deutschen -tag: Beide Wochentagsreihen sind Nachbauten desselben lateinischen Kalenders.

Der Punkt, der zählt: Monday und Montag sind keine Zufallsverwandten, sondern parallele Übersetzungen eines römischen Modells – ein früher Fall europäischer Standardisierung.

Wie schreibt man „Montag“ richtig?

Die Antwort ist kurz: Montag wird großgeschrieben, montags klein. Entscheidend ist die Wortart – und die lässt sich mit zwei kleinen Tests sicher bestimmen.

Großschreibung als Substantiv (der Montag, am Montag)

  • Nomen: der Montag, am Montag, jeden Montag – groß
  • Test: Steht ein Artikel oder eine Präposition davor, ist es ein Nomen.

Montag ist im Deutschen ein Nomen und wird deshalb immer großgeschrieben: am Montag, ab Montag, seit letztem Montag. Auch alleinstehend bleibt die Großschreibung erhalten: „Montag ist der erste Tag der Woche.“

Kleinschreibung als Adverb (montags, dienstags)

  • Adverb: montags, dienstags, freitags – klein
  • Bedeutung: „an jedem Montag“, „jeden Montag wiederkehrend“

Sobald der Wochentag eine Wiederholung ausdrückt, wird er zum Adverb und klein geschrieben: montags, dienstags, freitags. Genau diese Unterscheidung dokumentiert der Duden im selben Wörterbucheintrag – Montag als Nomen, montags als Adverb (Duden – Rechtschreibwörterbuch). Wer sich also fragt, ob „montags“ groß oder klein ist, findet die Antwort in der Wortart: Die Adverbform auf -s bleibt klein.

Die Faustregel

Mit Artikel oder Präposition groß (am Montag), mit -s klein (montags). Wer diesen Unterschied beherrscht, schreibt alle Wochentage richtig – im Kalender wie in der E-Mail.

Die Konsequenz: Groß oder klein ist keine Geschmacksfrage. Die Wortart entscheidet – und die erkennt man an Artikel, Präposition oder der Endung -s.

Wird „nachmittags“ groß oder klein geschrieben?

Kurz: nachmittags wird klein geschrieben – und mit ihm dienstags, freitags und alle anderen Adverbien auf -s.

Schreibweise von Tageszeiten als Adverbien (nachmittags, dienstags)

  • nachmittags – klein
  • vormittags – klein
  • dienstags, freitags – klein

Was der Duden für montags dokumentiert, gilt für alle Tageszeiten und Wochentage: Adverbien mit der Endung -s bleiben klein. Man schreibt also nachmittags, vormittags, dienstags und freitags klein, solange sie einen regelmäßigen Umstand beschreiben (Duden – Rechtschreibwörterbuch). Die Großschreibung beginnt erst, wenn aus der Tageszeit ein Nomen wird: der Nachmittag, der Vormittag, der Freitagabend.

Sonderfall: Verbindungen mit Wochentagen (freitags vormittags)

  • freitags vormittags – beide Teile klein
  • der Freitagvormittag – zusammengesetztes Nomen, groß

Kombinationen aus Wochentag und Tageszeit bleiben klein, solange beide Teile Adverbien sind: freitags vormittags, montags nachmittags. Wird die Verbindung zum Nomen, verschmilzt sie zu einem Wort: der Freitagvormittag, der Montagabend. Die Endung verrät die Wortart – -s am Ende kennzeichnet das Adverb, der Artikel kennzeichnet das Nomen.

Die klassische Falle

Der häufigste Fehler in Mails und Nachrichten ist das große N nach „nachmittags“: nachmittags bleibt klein, außer es steht am Satzanfang. Der Nachmittag dagegen ist ein Nomen – hier ist das große N Pflicht.

Die einfache Entscheidung: Was man mit Artikel denken kann (der Nachmittag, der Vormittag), schreibt man groß; was nur einen Umstand benennt (nachmittags, vormittags), bleibt klein.

Wie schreibt man „gestern Abend“ richtig?

Kurz gesagt: Abend, Morgen und Mittag werden nach gestern, heute und morgen großgeschrieben – früh dagegen klein.

Schreibweise von Zeitangaben mit gestern, heute, morgen

  • gestern Abend – Abend groß
  • heute Morgen – Morgen groß
  • morgen Mittag – Mittag groß

Nach gestern, heute und morgen steht die Tageszeit als Nomen und wird großgeschrieben: gestern Abend, heute Morgen, morgen Mittag. Die Wörter gestern, heute und morgen selbst sind reine Adverbien und bleiben klein. Wer also fragt, wie „gestern Abend“ richtig geschrieben wird, merkt sich: Die Tageszeit ist hier kein Adverb, sondern ein substantivischer Kern – deshalb groß.

Großschreibung von Abend, Mittag, Früh bei festen Verbindungen

  • gestern Abend, heute Morgen: groß, weil Nomen
  • heute früh, morgen früh: klein, weil Adverb

Eine wichtige Variante: heute früh und morgen früh schreibt man klein, weil früh hier als reines Adverb gebraucht wird – anders als Abend, Morgen oder Mittag, die nach gestern, heute und morgen als Nomen stehen. Genau diese Unterscheidung zwischen Nomen und Adverb zieht sich durch alle Zeitangaben der deutschen Rechtschreibung und folgt derselben Logik wie bei „am Montag“ und „montags“.

Der Merksatz

Groß wird geschrieben, was man mit Artikel denken kann: der Abend, der Morgen, der Mittag. Klein bleiben die Umstandswörter: früh, spät, nachmittags. Wer das verinnerlicht, schreibt gestern Abend, morgen Mittag und heute früh sicher.

Der sichere Weg: Die Tageszeit als Nomen denken – dann steht die Großschreibung fest. Wer nur einen Umstand meint, bleibt klein.

Bestätigte Fakten

  • Belegt: Montag ist eine germanische Lehnübersetzung von lateinisch dies Lunae und bedeutet „Tag des Mondes“ – so dokumentiert es das Fachportal für Namenforschung.
  • Bestätigt durch das Rechtschreibwörterbuch: Montag (Nomen) groß, montags (Adverb) klein, nachmittags klein, gestern Abend mit großem Abend.
  • Belegt im Sprachvergleich: Monday geht auf altenglisch Mon(an)daeg zurück und bedeutet wie Montag „Mondtag“.

Was unklar ist

  • Die genaue Herkunft des Wortes in anderen germanischen Dialekten ist nicht vollständig dokumentiert.
  • Der Ursprung des „blauen Montag“ ist nicht abschließend geklärt; die Verbindung zur Fastenzeit und zur liturgischen Farbe Blau ist eine Vermutung.
  • Bei „morgen um 10 Uhr“ entscheidet der Satzkontext, ob „morgen“ als Nomen (der Morgen) oder als Adverb (am folgenden Tag) zu lesen ist.

Im deutschsprachigen Alltag gilt der Montag als erster Arbeitstag der Woche – das Wörterbuch führt den Wochentag als eigenständiges Lemma mit eigener Bedeutung und Herkunft.

DWDS – Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache

Montag ist die germanische Entsprechung von lateinisch dies Lunae; die ältere etymologische Literatur führt das Wort auf althochdeutsch mânatag zurück.

– An Etymological Dictionary of the German Language

Die Etymologie und die Rechtschreibung des Montags hängen enger zusammen, als man denkt. Wer versteht, dass in Montag der Mond steckt, hat die Großschreibung schon halb begriffen – und weiß zugleich, dass montags als Adverb die Wiederholung meint. Wer den kompletten Überblick sucht, findet ihn im Montag Bedeutung Herkunft Rechtschreibung-Leitfaden. Für alle, die beruflich montags E-Mails schreiben, Protokolle tippen oder Social-Media-Posts planen, ist die Konsequenz klar: „Montag“ groß am konkreten Termin, „montags“ klein in der Reihe, „gestern Abend“ mit kapitalem A – oder die nächste Korrektur kommt garantiert am Dienstagmorgen.

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Häufig gestellte Fragen

Gibt es einen Unterschied zwischen „Montag“ und „montags“?

Ja – der Unterschied ist die Wortart. „Montag“ ist ein Nomen und wird großgeschrieben: der Montag, am Montag. „montags“ ist ein Adverb der Wiederholung und bleibt klein: montags gehe ich früher los. Beide Formen verzeichnet der Duden unter demselben Stichwort.

Welche Präpositionen verwendet man mit Montag?

Üblich sind am Montag (Zeitpunkt), ab Montag (Beginn), seit Montag (Ausgangspunkt), bis Montag (Frist) und für Montag (Zieltermin). Für regelmäßige Wiederholungen nimmt man das Adverb: montags, dienstags, mittwochs.

Was bedeutet der Name Montag in anderen Sprachen?

Das lateinische Vorbild dies Lunae („Tag des Mondes“) steckt in vielen Sprachen: englisch Monday, französisch lundi, spanisch lunes. Die germanischen Namen sind Lehnübersetzungen – deutsch Montag, niederländisch maandag.

Ist Montag ein Feiertag?

Der Montag selbst ist kein gesetzlicher Feiertag. Mehrere Feiertage fallen aber immer auf einen Montag, etwa Ostermontag und Pfingstmontag. Ob ein bestimmter Montag arbeitsfrei ist, hängt vom Feiertagskalender des jeweiligen Bundeslandes ab.

Wie spricht man Montag im Deutschen aus?

In zwei Silben mit betonter erster Silbe: Mon-tag. Der Name klingt wie „Mond“ + „Tag“ – die Aussprache folgt also genau der Herkunft des Wortes.

Wo finde ich lustige Montagsbilder?

Suchbegriffe wie „Montag lustig“, „Montagsgrüße“ oder „Montag Humor“ liefern auf Bildportalen, in Messenger-Apps und in sozialen Netzwerken reichlich Auswahl. Die Motive kombinieren meist Kaffee, Wecker und den Blick aufs nächste Wochenende.