Wer beim Kauf eines Tiefkühlschranks auf die falsche Technik setzt, zahlt nach 15 Jahren möglicherweise 700 Euro drauf – ohne es zu merken. Stiftung Warentest hat 2025 insgesamt 47 Gefriergeräte unter die Lupe genommen und zeigt klar: Die effizientesten Modelle sind nicht automatisch die teuersten. Doch zwischen No-Frost und Low Frost, zwischen Gefrierschrank und Gefriertruhe, verbergen sich Details, die beim Stromverbrauch den Unterschied machen.

Beste Modelle: 3 Liebherr (Stiftung Warentest) · No Frost Vorteile: Weniger Abtauen · Stromfresser Platz: Top 10 Haushaltsgeräte · Tests 2026: Energiesparende Modelle · Kaufoptionen: MediaMarkt, OTTO, Amazon

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • 3 Liebherr Modelle erreichten Top-Bewertungen im Stiftung Warentest Test (Spiegel)
  • Stromkosten über 15 Jahre können bis zu 1000 € für einzelne Modelle erreichen (Spiegel)
2Was unklar ist
  • Exakte Stromverbrauchswerte (kWh/Jahr) für einzelne Modelle 2026 sind nicht vollständig öffentlich verfügbar (Stiftung Warentest)
  • Langzeitdaten nach den 2025-Tests fehlen noch (Testsieger.de)
3Zeitleisten-Signal
  • Testverfahren wurde seit 2024 angepasst mit stärkerem Fokus auf Energieeffizienz (Kaufda)
4Wie es weitergeht
  • No-Frost-Technologie wird bei immer mehr Modellen zum Standard (OTTO)
  • Preisunterschiede zwischen No-Frost und Manual-Defrost sinken kontinuierlich (OTTO)

Die folgende Tabelle fasst die zentralen Kennzahlen aus Stiftung Warentest zusammen.

Kennzahl Wert Quelle
Test-Gewinner 3 Liebherr Modelle Spiegel
No Frost Funktion Automatisches Abtauen Testberichte.de
Stromfresser Rang Top 10 Haushalt Stiftung Warentest
Kaufportale MediaMarkt, OTTO, Amazon Otto
Stromkosten 15 Jahre 1000 € (Testsieger) Spiegel
Eisschicht Verbrauch +10–15 % bei 1 cm Stiftung Warentest

Welcher ist der beste Tiefkühlschrank?

Stiftung Warentest hat im Februar 2025 insgesamt 47 Gefriergeräte getestet – darunter kleine und große Gefrierschränke sowie Gefriertruhen. Bei den kompakten Modellen unter einem Meter Höhe setzten sich drei baugleiche Geräte vom selben Hersteller durch: Bosch GUN21ADE0, Neff GU7213DE0 und Siemens GU21NADE0.

Stiftung Warentest Erfolg: 3 Modelle im Liebherr Gefrierschrank Test

Die drei Testsieger überzeugten laut Stiftung Warentest vor allem durch schnellere Einfrierleistung. Sie schafften es im Test schneller als alle anderen Froster, die mit Sensoren ausgerüsteten Kühlpakete einzufrieren. Preislich unterscheiden sie sich jedoch merklich: Der Neff GU7213DE0 kostet rund 619 €, der Bosch GUN21ADE0 etwa 681 € und der Siemens GU21NADE0 ca. 727 €.

Warum das relevant ist

Diese drei Modelle sind baugleich und stammen von BSH Hausgeräte GmbH – die Preisdifferenz zwischen dem günstigsten und teuersten Modell beträgt über 100 € und reflektiert vor allem die Markenprämie. Wer das günstigste Modell wählt, erhält dieselbe Technik zum niedrigeren Preis.

Die Preisspanne der Testsieger zeigt, dass baugleiche Technik mit unterschiedlichen Preisschildern verkauft wird.

Modell Preis (ca.) Bewertung Energieeffizienz
Neff GU7213DE0 619 € Befriedigend
Bosch GUN21ADE0 681 € Befriedigend
Siemens GU21NADE0 727 € Befriedigend

Alle drei Modelle teilen sich dieselbe BSH-Technik, unterscheiden sich aber im Verkaufspreis.

Beim Gefrierschrank den Stromverbrauch im Auge behalten

Trotz der guten Testnoten erhielten die Testsieger bei der Energieeffizienz nur die Note „befriedigend”. Über 15 Jahre Nutzung können die Stromkosten für regelmäßige Nutzung bei Stiftung Warentest bis zu 1000 € erreichen. Der Unterschied zwischen dem sparsamsten und dem stromhungrigsten Modell kann dabei bis zu 700 € betragen.

Die hohen Stromkosten über die Lebensdauer zeigen, dass die Anschaffungskosten nur einen Teil der Gesamtkosten ausmachen.

Welcher Gefrierschrank verbraucht am wenigsten Strom?

Der Stromverbrauch eines Gefriergeräts hängt von mehreren Faktoren ab, die weit über das Label hinausgehen. Stiftung Warentest misst den Verbrauch unter verschiedenen Raumtemperatur-Bedingungen: bei 10°C, 25°C und 32°C Umgebungstemperatur. Energieeffizienz macht 30 % der Gesamtnote aus.

Energiesparende Gefrierschränke in Tests

Gefriertruhen sind grundsätzlich energieeffizienter als Gefrierschränke, frieren aber langsamer ein. Der entscheidende Faktor ist die Raumtemperatur: Sinkt die Umgebungstemperatur um 10°C, reduziert sich der Energieverbrauch eines Gefrierschranks um 62 %.

Der Hebel

Ein Gefrierschrank in einem kühlen Keller verbraucht bei gleicher Nutzung deutlich weniger Strom als einer neben dem warmen Backofen in der Küche. Die Aufstellungswahl beeinflusst die jährlichen Betriebskosten erheblich.

Die 10 größten Stromfresser im Haushalt

Gefrierschränke zählen zu den zehn größten Stromfressern im Haushalt. Bereits eine Eisschicht von einem Zentimeter erhöht den Verbrauch um 10 bis 15 %. Hier kommt No-Frost ins Spiel: Diese Technologie verhindert die Eisbildung und hält den Stromverbrauch dauerhaft niedrig. Mit einem Strommessgerät lässt sich der tatsächliche Verbrauch über mindestens eine Woche messen und mit dem Geräte-Label vergleichen.

„Sie schafften es im Test schneller als alle anderen Froster, unsere mit Sensoren ausgerüsteten Kühlpakete einzufrieren.”

— Stiftung Warentest

„Laut Verbraucherzentrale erhöht sich der Stromverbrauch schon bei einem Zentimeter Eisschicht um 10 bis 15 Prozent.”

— Stiftung Warentest, unter Bezug auf die Verbraucherzentrale

Was ist besser, Low Frost oder No Frost?

Die Entscheidung zwischen Low Frost und No Frost hängt von Ihrem Nutzungsverhalten und Ihrer Bereitschaft zum gelegentlichen Abtauen ab. No-Frost-Geräte nutzen einen Ventilator, der feuchte Luft zirkuliert und so Eisbildung vollständig verhindert.

Ist No Frost zu empfehlen?

No-Frost-Geräte bieten drei wesentliche Vorteile: Sie verhindern Eisbildung, sparen Abtauarbeit und halten den Stromverbrauch konstant niedrig. Die Schnellgefrierfunktion sollte allerdings nur für große Mengen frischer Lebensmittel genutzt werden – sie erhöht den Stromverbrauch deutlich.

Was ist der Nachteil eines No-Frost Kühlschranks?

No-Frost-Geräte sind in der Anschaffung teurer als Modelle mit manuellem Abtauen. Zudem kann das Gebläse bei einigen Modellen hörbar sein. Die 4-Sterne-Kennzeichnung und die Schnellgefrierfunktion sind bei beiden Typen vorhanden.

Was zu beachten ist

No-Frost-Modelle von BSH verfügen über MultiAirflow für gleichmäßige Luftzirkulation und Türalarm – praktische Features, die bei der Kaufentscheidung helfen können. Für Nutzer, die Wert auf Ruhe legen, kann das Gebläse jedoch störend sein.

No-Frost lohnt sich besonders für Haushalte, die häufig einfrieren und langes Abtauen vermeiden möchten.

Wie teuer ist ein Tiefkühlschrank?

Tiefkühlschränke sind in einer breiten Preisspanne erhältlich. Kompakte Modelle wie die Testsieger beginnen bei rund 600 €, während hochwertige No-Frost-Gefrierschränke auch über 1000 € kosten können.

Tiefkühlschrank kaufen bei OTTO

OTTO bietet eine große Auswahl mit Altgeräte-Mitnahme-Service. Die Preisspanne für No-Frost-Modelle liegt dort zwischen 500 und 1200 €, abhängig von Volumen und Ausstattung.

Preise bei idealo.de

Preisvergleiche auf idealo.de zeigen: MediaMarkt, OTTO und Amazon bieten regelmäßig wechselnde Angebote. Die Preise für vergleichbare Modelle können je nach Händler um 50 bis 150 € variieren.

Preisvergleichsportale ermöglichen es, das beste Angebot für ein bestimmtes Modell zu finden.

Wie viel Liter Gefrierschrank für 2 Personen?

Für einen Zwei-Personen-Haushalt empfiehlt sich ein Tiefkühlschrank mit 80 bis 120 Liter Nutzinhalt. Das reicht für wöchentliche Einkäufe und eingefrorene Vorräte. Kleine Modelle wie der Bosch GUN21ADE0 mit kompakter Bauweise passen auch in beengte Küchen.

Tiefkühlschrank klein

Kleine Gefrierschränke unter einem Meter Höhe sind ideal für Single-Haushalte oder als Zweiggerät. Amazon bietet kompakte Modelle ab 204 Liter Volumen an, die dennoch ausreichend Stauraum für einen durchschnittlichen Wochenbedarf bieten.

Gefrierschrank freistehend

Freistehende Modelle bieten mehr Flexibilität bei der Aufstellung als Einbaugeräte. Sie können jederzeit umgestellt werden und benötigen keine speziellen Nischenmaße.

Die Wahl zwischen freistehend und Einbau hängt von der Küchenplanung und den Platzverhältnissen ab.

Upsides

  • No-Frost verhindert Eisbildung und spart Abtauarbeit
  • Energiesparende Modelle senken langfristig Betriebskosten um bis zu 62 %
  • Testsieger von Bosch, Neff und Siemens bieten bewährte Qualität
  • Breite Preisauswahl von 600 bis über 1000 €
  • Gefriertruhen sind effizienter als Schränke

Downsides

  • No-Frost-Modelle sind teurer in der Anschaffung
  • Selbst beste Modelle: 1000 € Stromkosten über 15 Jahre
  • Testverfahren seit 2024 geändert – nicht mit früheren vergleichbar
  • Strommessung im Haushalt nötig für echten Vergleich
  • Gefrierschränke verbrauchen mehr als Gefriertruhen

„Sie schafften es im Test schneller als alle anderen Froster, unsere mit Sensoren ausgerüsteten Kühlpakete einzufrieren.”

— Stiftung Warentest

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Weitere Quellen

test.de

Für größere Haushalte bieten Side-by-Side Kühlschränke mit integriertem Gefrierteil eine platzsparende Alternative zu separaten Tiefkühlschränken, wie Vergleiche zeigen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Tiefkühlschrank?

Ein Tiefkühlschrank ist ein Haushaltsgerät, das Lebensmittel auf Temperaturen von mindestens -18°C lagert. Im Gegensatz zum Kühlschrank erreicht er tiefere Temperaturen und ermöglicht die langfristige Aufbewahrung von gefrorenen Lebensmitteln.

Wie stelle ich die Temperatur ein?

Die optimale Tiefkühltemperatur liegt bei -18°C. Bei Stiftung Warentest wird unter anderem geprüft, wie stabil diese Temperatur gehalten wird. Die meisten Geräte haben einen Regler, der schrittweise eingestellt werden kann.

Was bedeutet Energieklasse D?

Mit der neuen EU-Energielabel-Skala sind Klassen wie D oder E bei Gefriergeräten heute üblich. Das bedeutet nicht automatisch schlechte Effizienz – die Skala wurde angepasst. Wichtiger ist der tatsächliche kWh-Verbrauch pro Jahr.

Kann ich den Türanschlag wechseln?

Die meisten freistehenden Tiefkühlschränke ermöglichen einen Türanschlagwechsel. Diese Information steht in der Bedienungsanleitung. Bei Einbaugeräten ist das häufig nicht möglich.

Wie lang halten Tiefkühlschränke?

Ein Tiefkühlschrank hält bei normaler Nutzung durchschnittlich 10 bis 15 Jahre. Regelmäßige Wartung und richtige Aufstellung verlängern die Lebensdauer.

Welche Marken sind zuverlässig?

Liebherr, Bosch, Siemens und Neff gehören zu den Marken mit den besten Testergebnissen bei Stiftung Warentest. Auch Bauknecht und Hanseatic erreichten in Tests gute Bewertungen.

Brauche ich einen freistehenden Gefrierschrank?

Freistehende Modelle bieten mehr Flexibilität bei der Aufstellung. Wenn Sie jedoch eine einheitliche Küchenoptik bevorzugen, sind Einbaugeräte die bessere Wahl – sie kosten in der Regel etwas mehr.

Fazit: Wer einen No-Frost-Tiefkühlschrank kauft, investiert zwar mehr beim Kauf, spart aber langfristig Abtauarbeit und senkt den Stromverbrauch dauerhaft. Für Zwei-Personen-Haushalte reichen 80 bis 120 Liter Nutzinhalt. Sparfüchse greifen zum Neff GU7213DE0 – er bietet identische Technik wie die teureren Schwestermodelle von Bosch und Siemens, kostet aber nur 619 €. Um Stromfresser zu vermeiden: Gefrierschrank nicht neben Wärmequellen stellen und regelmäßig auf Eisbildung prüfen.